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QR-Rechnung: Was sich im November 2026 ändert und was du jetzt prüfen solltest

Ab 14. November 2026 gilt die QR-Rechnung 2.4, Banken lehnen unstrukturierte Adressen ab. Die wichtigsten Daten und eine Checkliste für KMU und Vereine.

Veröffentlicht am 7. Oktober 2026

Illustrazione 1pay.ch

Wenn du QR-Rechnungen verschickst, kommt im November 2026 ein Termin, den du nicht verpassen solltest. Das Papier, das deine Kunden erhalten, bleibt gleich. Es ändern sich die Regeln für die Daten darin, vor allem für die Adressen. Ist deine Software nicht aktuell, können Rechnungen oder Zahlungen abgelehnt werden.

Kurz gesagt

  • Seit dem 22. November 2025 akzeptiert der QR-Code neuer QR-Rechnungen nur noch strukturierte Adressen.
  • Ab dem 14. November 2026 gilt die Version 2.4 der Implementation Guidelines von SIX für die QR-Rechnung.
  • Die Banken nehmen QR-Rechnungen mit unstrukturierten Adressen nicht mehr zur Zahlung an: UBS seit dem 30. September 2026, PostFinance nach dem 13. November 2026.

Was ist eine strukturierte Adresse?

Eine unstrukturierte Adresse besteht aus zwei freien Zeilen, zum Beispiel «Bahnhofstrasse 1» und «8001 Zürich». Eine strukturierte Adresse trennt jede Angabe in ein eigenes Feld: Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort, Land. Pflicht sind mindestens Name, PLZ, Ort und Land.

Die wichtigsten Daten

Datum Was passiert
22.11.2025 Im QR-Code neuer QR-Rechnungen nur noch strukturierte Adressen
30.09.2026 UBS: letzter Tag für QR-Rechnungen mit unstrukturierten Adressen
13.11.2026 PostFinance: letzter Tag für QR-Rechnungen mit unstrukturierten Adressen
14.11.2026 Die Implementation Guidelines QR-Rechnung 2.4 treten in Kraft
November 2026 Zahlungen in der Schweiz: strukturierte oder hybride Adresse Pflicht (Swift hat nur internationale Zahlungen verschoben)
November 2027 Version 2.3 der Guidelines läuft aus

Swift und der EPC haben ihre Frist vom November 2026 für internationale Zahlungen ausgesetzt. Deshalb weist das Schweizer Interbankensystem Zahlungsaufträge mit unstrukturierten Adressen vorerst noch nicht zurück. Das ist ein technischer Aufschub, kein Freipass: Die Schweizer Regel gilt weiter. Frag deine Bank nach ihrem Datum und bring deine Daten in Ordnung, dann ist das Datum egal.

Die Checkliste für KMU und Vereine

  1. Software aktualisieren: Prüfe mit deinem Anbieter, ob dein Programm strukturierte Adressen und die Version 2.4 unterstützt. Selbstgebaute Word- oder Excel-Vorlagen solltest du jetzt ersetzen.
  2. Kundendaten bereinigen: Strasse und Hausnummer, PLZ und Ort in getrennten Feldern, Land immer ausgefüllt. Für einen Verein mit Hunderten Mitgliedern ist das mühsam, aber nur einmal nötig.
  3. Deine eigene Adresse prüfen: Auch die Adresse des Rechnungsstellers muss strukturiert sein.
  4. Rechnungen in Euro: Mit der Version 2.4 sind die erlaubten Kombinationen von IBAN, Referenz und Mitteilung genauer geregelt.
  5. Testen: Teste eine Rechnung, bevor du hundert verschickst. Mit unserem Gratis-Tool Prüfe deine QR-Rechnung lädst du einen Screenshot des Zahlteils hoch und siehst sofort, ob Adressen, IBAN und Referenz stimmen. Für das Layout bietet SIX ein eigenes Online-Prüftool.

Und wenn du nicht nur auf die QR-Rechnung setzt?

Die QR-Rechnung bleibt nützlich, hat aber eine Grenze: Dein Kunde muss das E-Banking öffnen, und das Geld kommt erst nach Tagen. Mit 1pay.ch verschickst du digitale Rechnungen, die dein Kunde online mit TWINT, Karte, Apple Pay, Google Pay oder PostFinance Pay bezahlt, oder einen einfachen Zahlungslink per E-Mail oder WhatsApp. Du siehst sofort, wer bezahlt hat, ohne Kontoauszüge abzugleichen. Viele KMU behalten die QR-Rechnung für Firmenkunden und nutzen Online-Zahlungen für alle anderen.

Gratis Konto eröffnen: keine Grundgebühr mit dem Plan Starter, wir helfen dir bei der ersten Rechnung.

Quellen: SIX, Swiss Payments, PostFinance, UBS. Massgebend ist immer die Mitteilung deiner Bank. Aktualisiert am 2. November 2026.